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„Star Wars“ beim US-Kinostart 1977, unter anderem im Grauman's Chinese Theatre in Hollywood
Am 25. Mai 1977 begann *Star Wars* seinen ursprünglichen Kinostart in den Vereinigten Staaten. Der von George Lucas inszenierte und von 20th Century-Fox verliehene Film lief zunächst nur in 32 Kinos an. Zu den frühen Spielstätten gehörte auch Grauman's Chinese Theatre in Hollywood, ein Ort, der schon durch Premieren und Filmpaläste mit der Geschichte des amerikanischen Kinos verbunden war. Was später als weltweites Medienphänomen erscheinen sollte, begann also nicht mit einer flächendeckenden Veröffentlichung, sondern mit einem begrenzten Start, dessen weiterer Verlauf erst noch bewiesen werden musste.
Diese Ausgangslage war keineswegs selbstverständlich. Lucas hatte an einem Weltraum-Abenteuer gearbeitet, das sich deutlich von den damals etablierten Mustern vieler großer Studiofilme unterschied. Die Geschichte verband Motive aus Abenteuerfilm, Märchen, Science-Fiction und Serials zu einer Form, die zwar vertraute Elemente aufnahm, im zeitgenössischen Kinomarkt aber schwer einzuordnen war. Für ein großes Studio bedeutete das ein kalkuliertes Risiko: Der Film war technisch aufwendig, seine visuellen Effekte verlangten neue Produktionslösungen, und es war unklar, wie breit das Publikum auf eine solche Mischung reagieren würde.
In der Entstehung des Projekts spielte neben Lucas auch Produzent Gary Kurtz eine wichtige Rolle. Innerhalb von 20th Century-Fox gehörte Alan Ladd Jr. zu den entscheidenden Unterstützern des Films. Solche Unterstützung war wichtig, weil *Star Wars* nicht einfach ein routinemäßiger Studiotitel war. Die Produktion verlangte erhebliche organisatorische und technische Anstrengungen, gerade bei den Spezialeffekten. In diesem Zusammenhang entstand auch Industrial Light & Magic, das für die benötigten visuellen Verfahren aufgebaut wurde. Rückblickend wird dieser Schritt oft als Wendepunkt beschrieben, doch zum Zeitpunkt des Kinostarts war er vor allem Teil eines kostspieligen und arbeitsintensiven Produktionsprozesses, dessen wirtschaftlicher Ausgang offenblieb.
Als *Star Wars* dann am 25. Mai 1977 anlief, trug der Film noch nicht den später geläufigen Zusatztitel *Episode IV – A New Hope*. In seiner ursprünglichen US-Kinoauswertung hieß er schlicht *Star Wars*. Dieser Umstand ist für die Veröffentlichungsgeschichte wichtig, weil spätere Fassungen und Wiederaufführungen die Erinnerung an den ersten Start teilweise überlagerten. Wer heute auf das Werk zurückblickt, begegnet oft einer bereits erweiterten Saga mit nummerierten Episoden. Im Mai 1977 trat das Publikum jedoch zunächst einem einzelnen Film gegenüber, dessen Fortsetzungen noch nicht als gesicherte Serie im Kinomarkt verankert waren.
Auch die Form des Starts ist historisch aufschlussreich. 32 Kinos bedeuteten einen begrenzten, aber aufmerksam beobachteten Auftakt. Anders als bei einer sofortigen Sättigungsstrategie in sehr vielen Häusern hing die weitere Entwicklung stark davon ab, wie der Film in den ersten Tagen und Wochen aufgenommen wurde. Ein solcher Plattformstart konnte scheitern: Wenn die Nachfrage ausblieb, wäre eine größere Ausweitung kaum zu rechtfertigen gewesen. Für Studio und Filmemacher stand daher viel auf dem Spiel. Nicht nur die Einnahmen des Films selbst, sondern auch die Aussicht auf eine breitere Auswertung, mögliche Fortsetzungen und begleitende Vermarktung waren davon abhängig, ob sich das Publikum tatsächlich für diese neue Weltraumfantasie begeistern ließ.
Zu den Gesichtern, die diesen Start prägten, gehörten Mark Hamill, Harrison Ford und Carrie Fisher. Ihre Figuren wurden in den folgenden Jahren weltweit bekannt, doch bei der US-Eröffnung 1977 standen sie zunächst im Dienst eines Films, der seine Position erst noch finden musste. In der Verbindung von jungen Hauptdarstellern, klarer Abenteuerstruktur und technisch ambitionierter Inszenierung lag ein Teil seiner Besonderheit. Zugleich half der Start in prestigeträchtigen Kinos wie Grauman's Chinese Theatre dabei, dem Film Sichtbarkeit zu verschaffen.
Die Reaktion des Publikums führte in den folgenden Wochen zu einer nationalen Ausweitung der Kinoauswertung. Genau darin lag einer der entscheidenden Punkte des ursprünglichen Starts: Nicht die Zahl 32 allein machte ihn bedeutend, sondern die Tatsache, dass aus einem begrenzten Anlauf ein immer größerer Kinoerfolg wurde. Der Film gewann damit nicht nur Besucher, sondern auch eine neue Stellung in den Erwartungen der Branche. Ein Werk, das zunächst als ungewöhnliche Wette erschien, entwickelte sich zum Maßstab dafür, wie ein stark nachgefragter Titel aus einem kontrollierten Start heraus wachsen konnte.
Der US-Kinostart von *Star Wars* am 25. Mai 1977 bleibt deshalb ein häufiger Bezugspunkt in der Filmgeschichte. Erstens wird er oft herangezogen, wenn über Verleihstrategien gesprochen wird. Der Film zeigt, wie ein begrenzter Start mit anschließender Ausweitung funktionieren konnte, wenn das Publikumsinteresse schnell und deutlich sichtbar wurde. In Diskussionen über Box Office, Plattformauswertung und Marktaufbau ist dieser Fall bis heute präsent.
Zweitens markiert die Veröffentlichung einen wichtigen Moment in der Entwicklung des Franchise-Denkens im Kino. Zwar entstanden die späteren wirtschaftlichen Strukturen nicht an einem einzigen Tag, doch der Erfolg des Films trug maßgeblich dazu bei, dass Fortsetzungen, Lizenzprodukte und medienübergreifende Planung in neuer Größenordnung gedacht wurden. Besonders die Merchandising-Welle der späten 1970er Jahre zeigte, dass ein Film nicht nur als einzelnes Kinoereignis, sondern als Ausgangspunkt für ein größeres kommerzielles System verstanden werden konnte.
Drittens wird der Start immer wieder mit Veränderungen in der Effektproduktion verbunden. Die für *Star Wars* aufgebauten Arbeitsweisen und technischen Lösungen stehen in vielen Darstellungen am Beginn einer neuen Phase visueller Effektarbeit im späten 20. Jahrhundert. Wer die Geschichte moderner Blockbuster, Produktionspipelines oder Effektstudios nachzeichnet, kommt an diesem Film nur schwer vorbei.
Gerade weil der erste Schritt so begrenzt war, lässt sich an ihm gut beobachten, wie groß spätere Entwicklungen aus vergleichsweise überschaubaren Anfängen entstehen können. Der 25. Mai 1977 ist daher nicht nur das Datum eines Kinostarts. Er markiert einen Moment, in dem sich zeigte, dass ein Film mit zunächst unsicherer Marktposition innerhalb kurzer Zeit die Bedingungen verändern konnte, unter denen Hollywood über Erfolg, Fortsetzung und Reichweite nachdachte.
Star Wars startete am 25.05.1977 erstmals in den US-Kinos. Es handelte sich um den ursprünglichen US-Kinostart des Films.
Der erste US-Start lief in 32 Kinos. Es war also kein landesweiter Massenstart, sondern zunächst eine begrenzte Auswertung.
Bei der ursprünglichen Kinoauswertung hieß der Film einfach Star Wars. Der Zusatz Episode IV – A New Hope gehörte 1977 noch nicht zum Starttitel.
Regie führte George Lucas, und der Film wurde von 20th Century-Fox verliehen. Die US-Premiere fand unter diesem Verleih im Jahr 1977 statt.
Du hast nicht nur… ein Bild zusammengesetzt, sondern einen Moment nachvollzogen, in dem ein zunächst begrenzter US-Kinostart eine weit größere industrielle Wirkung zu entfalten begann.
Gerade weil der Film nicht sofort flächendeckend anlief, wurde seine Auswertung zu einem Beispiel dafür, wie Nachfrage, Spielpläne und öffentliche Aufmerksamkeit sich gegenseitig verstärken können. Später ließ sich daran zeigen, dass ein Kinoerfolg nicht nur aus Ticketverkäufen besteht, sondern auch aus planbarer Erweiterung, technischer Produktionsinfrastruktur und anschlussfähigen Lizenzformen. So wurde die Veröffentlichung rückblickend weniger als Einzelereignis gelesen als als Fallstudie für die Verzahnung von Ausstellung, Effekten und Vermarktung.
Bei seiner ursprünglichen US-Kinoauswertung 1977 lief der Film unter dem Titel „Star Wars“; der Zusatz „Episode IV – A New Hope“ kam erst später hinzu.