SwingPuzzles — Kostenlose interaktive 3D-Puzzles mit täglichen Geschichten

SwingPuzzles ist ein kostenloses 3D-Puzzlespiel im Browser. Tägliche historische Puzzles oder thematische Sammlungen — ohne Download.

Wird geladen...

Beginn der Zweiten Schlacht an der Marne

Deutscher Angriff bei Reims, an der Marne und in der Champagne am 15. Juli 1918.

Am 15. Juli 1918 eröffneten deutsche Armeen in Nordostfrankreich eine neue Großoffensive an der Marne und in der Champagne. Mit diesem Angriff begann die Zweite Schlacht an der Marne, eine der entscheidenden Auseinandersetzungen des letzten Kriegsjahres an der Westfront. Die Angriffe trafen französische Stellungen östlich von Reims und entlang des Marne-Abschnitts, also in einem Raum, der schon seit Jahren von Stellungskrieg, Artillerie und immer neuen Offensivplänen geprägt war.

Um die Bedeutung dieses Tages zu verstehen, muss man den Sommer 1918 im Zusammenhang sehen. Deutschland hatte im Frühjahr mehrere große Offensiven begonnen, die heute oft unter dem Sammelbegriff Frühjahrsoffensive 1918 zusammengefasst werden. Diese Angriffe sollten den festgefahrenen Krieg noch vor dem vollen Gewicht der amerikanischen Truppenentscheidung wenden. Anfangs hatten sie Geländegewinne gebracht, doch sie hatten auch erhebliche Kräfte gebunden und Material verbraucht. Im Juli stand die deutsche Führung daher vor einem grundlegenden Problem: Noch einmal musste versucht werden, die alliierten Linien zu erschüttern, obwohl die eigenen Reserven bereits stark beansprucht waren.

Eine zentrale Figur dieser Entscheidung war Erich Ludendorff, der die deutschen Offensiven des Jahres 1918 leitete. Die Hoffnung war, durch einen neuen Vorstoß an der Marne und in der Champagne die alliierten Kräfte zu zwingen, ihre Reserven falsch einzusetzen oder ihre Front aufzugeben. Doch ein solcher Plan setzte voraus, dass die deutschen Truppen eingespielte und vorbereitete Verteidigungen überwinden konnten. Genau darin lag die Spannung dieses Tages: Der Angriff musste schnell genug durchbrechen, bevor er in den bekannten Mustern des Stellungskriegs stecken blieb.

Auf alliierter Seite hatte sich die Kommandostruktur inzwischen verändert. Ferdinand Foch war im Juli 1918 als alliierter Generalissimus für die Koordination an der Westfront verantwortlich. Diese einheitlichere Führung war eine wichtige Entwicklung des Kriegsjahres. Sie bedeutete nicht, dass alle Probleme des Bündnisses verschwanden, wohl aber, dass französische, britische und weitere alliierte Kräfte besser aufeinander abgestimmt werden konnten. Für einen deutschen Angriff, der auf operative Überraschung und rasche Wirkung setzte, war das ein wesentlicher Unterschied gegenüber früheren Phasen des Krieges.

Die unmittelbaren Angriffsräume lagen nahe Reims sowie entlang des Flusses Marne. Reims war nicht nur ein geographischer Bezugspunkt, sondern auch ein Abschnitt von hoher strategischer Bedeutung. Östlich davon hielt in der Champagne die französische Vierte Armee unter General Henri Gouraud die Front. Gerade dieser Frontabschnitt zeigte, wie sehr sich der Krieg inzwischen verändert hatte. Statt allein auf starre Linien zu setzen, beruhte die französische Verteidigung zunehmend auf vorbereiteten Stellungen, gestaffelter Tiefe und der Absicht, einen Angriff aufzufangen, statt jeden Meter Boden um jeden Preis in der vordersten Linie zu halten.

Als die deutsche Offensive am 15. Juli begann, traf sie daher nicht auf unvorbereitete Gegner. Die Kämpfe waren groß angelegt, und an beiden Seiten standen erhebliche Kräfte im Einsatz. Doch gerade in der Champagne erwies sich die Verteidigung als widerstandsfähig. Dort, wo Angreifer auf gut vorbereitete Positionen stießen, zeigte sich erneut ein Grundmuster des Ersten Weltkriegs: Selbst ein sorgfältig geplanter Angriff konnte an Tiefe, Feuerkraft und Organisation der Verteidigung scheitern. Das bedeutete nicht, dass die Front überall stillstand oder der Ausgang sofort feststand. Aber schon die Eröffnung der Schlacht machte deutlich, wie schwer ein operativer Durchbruch im Sommer 1918 noch zu erzwingen war.

An der Marne selbst war der Fluss nicht nur eine Landschaftsgrenze, sondern ein militärisches Hindernis. Angriffe in diesem Raum verlangten Koordination unter schwierigen Bedingungen. Die deutschen Streitkräfte versuchten, Druck auf mehrere Abschnitte auszuüben, doch wie schon in früheren Offensiven hing der Erfolg davon ab, ob taktische Gewinne rasch in einen größeren operativen Vorteil umgesetzt werden konnten. Wenn dies ausblieb, drohten hohe Verluste ohne entscheidenden Ertrag.

So war der 15. Juli 1918 nicht bloß der Beginn einer weiteren Schlacht, sondern auch ein Test dafür, ob Deutschland nach den Anstrengungen des Frühjahrs noch die Kraft für eine kriegsentscheidende Offensive besaß. Die Entscheidung, erneut anzugreifen, war mit hohem Risiko verbunden. Sie beruhte auf der Annahme, dass die alliierten Linien verwundbar seien und dass ein entschlossener Vorstoß noch einmal eine Wende herbeiführen könne. Doch zugleich hatten die Alliierten ihre Führung verbessert, ihre Verteidigung angepasst und aus früheren Offensiven gelernt.

Die Eröffnungsphase der Zweiten Schlacht an der Marne ist deshalb eng mit den Folgetagen verbunden. Bereits beim Beginn zeigte sich, dass der deutsche Angriff nicht unter beliebigen Bedingungen wiederholen konnte, was im Frühjahr an einzelnen Frontabschnitten gelungen war. Statt eines klaren Durchbruchs trat die Frage in den Vordergrund, ob die Offensive ihre Kräfte schneller verbrauchte, als sie Ergebnisse erzielte. Aus dieser Spannung entwickelte sich der weitere Verlauf der Schlacht.

Warum es noch wichtig ist

Der 15. Juli 1918 ist bis heute bedeutsam, weil sich an ihm mehrere Grundfragen moderner Kriegführung besonders deutlich erkennen lassen. Erstens zeigt die Eröffnung der Schlacht, wie wichtig Kommandostrukturen in großen Bündniskriegen sind. Die koordinierende Rolle Ferdinand Fochs steht für eine Form gemeinsamer Führung, die den Alliierten half, auf deutsche Offensiven geschlossener zu reagieren.

Zweitens dient die Schlacht Militärhistorikern als Beispiel für die Grenzen offensiver Operationen gegen vorbereitete Verteidigungen. Die Kämpfe in der Champagne unter Henri Gouraud verdeutlichen, dass Verteidigung im Jahr 1918 nicht mehr nur aus einer einzelnen Frontlinie bestand. Tiefe, Planung und abgestimmte Reaktion konnten einen Angriff entscheidend bremsen, selbst wenn dieser mit großen Kräften begann.

Drittens gehört der Beginn der Zweiten Schlacht an der Marne in die Abfolge der Ereignisse, die zur letzten Phase des Krieges führte. Auf die Julikämpfe folgten alliierte Gegenangriffe, später die Hunderttageoffensive und schließlich der Waffenstillstand vom 11. November 1918. Der 15. Juli markiert damit einen Moment, in dem sich zeigte, dass die Initiative an der Westfront nicht dauerhaft bei Deutschland bleiben würde.

Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf diesen Tag. Er steht nicht nur für Bewegung und Kampf an einem einzelnen Frontabschnitt, sondern für eine größere Verschiebung im Verlauf des Ersten Weltkriegs. Die Zweite Schlacht an der Marne begann als deutscher Versuch, den Kriegsverlauf noch einmal zu bestimmen. Schon in ihrer Eröffnung wurde jedoch sichtbar, wie stark die Bedingungen an der Westfront sich inzwischen gegen einen entscheidenden Durchbruch gewendet hatten.

Timeline
  • 1918-07-15 — Second Battle of the Marne begins
  • 1918-07-01 — German Spring Offensive
  • 1918-07-15 — Allied command under Ferdinand Foch
  • 1918-07-15 — French defense in Champagne
  • 1918-07-18 — Allied counteroffensive begins
  • 1918-11-01 — Hundred Days Offensive
  • 1918-11-11 — Armistice of 11 November 1918
FAQ
Was geschah am 15. Juli 1918 bei der Zweiten Marneschlacht?

Am 15. Juli 1918 begannen deutsche Kräfte die Offensive, mit der die Zweite Marneschlacht eröffnet wurde. Die Angriffe richteten sich gegen französische Stellungen in der Champagne und bei Reims entlang der Marne-Front.

Wer führte die Kräfte beim Beginn der Schlacht?

Erich Ludendorff leitete Deutschlands Offensiven von 1918, darunter die Operation an der Marne vom 15. Juli 1918. Auf alliierter Seite war Ferdinand Foch im Juli 1918 der Oberbefehlshaber an der Westfront.

Wo fanden die ersten Angriffe der Zweiten Marneschlacht statt?

Die ersten Angriffe trafen Abschnitte bei Reims und entlang des Marne-Flusses in Frankreich. Auch die Champagne gehörte zu den betroffenen Frontabschnitten.

Warum gilt die Zweite Marneschlacht als wichtig für 1918?

Die Schlacht gehört zu den entscheidenden Ereignissen der letzten Kriegsphase an der Westfront. Sie steht in Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung hin zu den abschließenden Offensiven und dem Kriegsende im November 1918.

Entscheidungen an der Marne

Du hast nicht nur… ein historisches Datum zusammengesetzt, sondern einen Moment nachvollzogen, in dem Entscheidungen der Befehlshaber und vorbereitete Verteidigung über den Verlauf der Kämpfe an der Marne mitentschieden.

Der Beginn der Zweiten Marneschlacht zeigt, dass selbst große Offensiven nicht allein von Truppenstärke abhingen. Ebenso wichtig waren abgestimmte Führung, der Zustand der Verteidigung und der Zeitpunkt eines Angriffs nach bereits belastenden früheren Operationen. Gerade deshalb gilt die Juliphase 1918 oft als Beispiel für die Grenzen offensiver Kriegführung an der Westfront. Sie verweist zugleich auf den Übergang zu den letzten alliierten Operationen des Jahres.

Am 15. Juli 1918 führte General Henri Gouraud die französische Vierte Armee in der Champagne, als der deutsche Angriff begann.

So funktioniert es

  • Heutiges Puzzle öffnen
  • Im Browser lösen (kein Download)
  • Link teilen oder morgen wiederkommen